
„Fundamentalisten haben Angst vor Humor"
Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker bedauert im Interview mit chrismon plus rheinland, dass der Humor aus der Religion verschwunden ist.
Jürgen Becker bezeichnet sich selbst weder als religiös noch als Atheist.
Seine Meinung zu den Religionen ist jedoch klar: „Kein Frieden ohne Frieden
der Religionen.“ Aus diesem Grund plädiert der Kabarettist in der aktuellen
Ausgabe des evangelischen Magazins chrismon plus rheinland für mehr Humor im
Umgang miteinander. „Nur wer über den Dingen schwebt, kann sie auch
belächeln.“ Humor könne die nötige Distanz in der Betrachtung der eigenen
und der fremden Welt schaffen.
Wenig Platz hätte Humor deswegen in fundamenta-listischen Gesellschaften. „Fundamentalisten haben Angst vor Humor, weil er nicht kontrollierbar ist.“ Becker hofft, dass sich ein „neuer Polytheismus“ entwickelt, der die bestehenden Religionen wieder vereint. „Wir brauchen in unserer multikulturellen Gesellschaft die tägliche Freude an der Unterschiedlichkeit“, sagt er. Für den Kölner Kabarettisten heißt gelebter Polytheismus: „Die vielen Erscheinungsformen der Religion unter einen Hut zu bringen.“ Humor könne dabei Brücken bauen.
Das beweist Jürgen Becker zum Beispiel im Kölner Karneval. Hier engagiert sich der 51-Jährige regelmäßig und baut mit Hauptschülern – darunter viele Muslime – einen Karnevalswagen. „Die muslimischen Hauptschüler finden das ganz toll“, berichtet er. „Man glaubt gar nicht, wie eng diese Schüler an den Kiez gebunden sind. Die waren teilweise noch nicht einmal auf der anderen Rheinseite.“
Wenig Platz hätte Humor deswegen in fundamenta-listischen Gesellschaften. „Fundamentalisten haben Angst vor Humor, weil er nicht kontrollierbar ist.“ Becker hofft, dass sich ein „neuer Polytheismus“ entwickelt, der die bestehenden Religionen wieder vereint. „Wir brauchen in unserer multikulturellen Gesellschaft die tägliche Freude an der Unterschiedlichkeit“, sagt er. Für den Kölner Kabarettisten heißt gelebter Polytheismus: „Die vielen Erscheinungsformen der Religion unter einen Hut zu bringen.“ Humor könne dabei Brücken bauen.
Das beweist Jürgen Becker zum Beispiel im Kölner Karneval. Hier engagiert sich der 51-Jährige regelmäßig und baut mit Hauptschülern – darunter viele Muslime – einen Karnevalswagen. „Die muslimischen Hauptschüler finden das ganz toll“, berichtet er. „Man glaubt gar nicht, wie eng diese Schüler an den Kiez gebunden sind. Die waren teilweise noch nicht einmal auf der anderen Rheinseite.“


